Velo 1 – Strecken-/Erfahrungs-Bericht – 16.09.2018

Ich bin am Sonntag die Veloroute 1 gefahren und habe hinter der Feldstraße Richtung Rissen begonnen.

Link Veloroute 1

 

Thadenstraße und Chemnitzstraße

Gestartet bin ich an der ersten Wegweisung an der Thadenstraße. Diese zeigte sich durch ein winzig kleines Schild mit der 1 drauf. Schon nach der ersten Kurve begrüßten mich eine Menge parkender Autos, welche Links und Rechts die Fahrbahn säumten. Viel Platz war nicht vorhanden, sodass die Fahrt schon zum Start durch entgegenkommende Fahrzeuge gebremst wurde. Ein Nebeneinander- oder gar mit dem Kind durch diese Passage zu fahren halte ich für schwierig, da sich jederzeit eine Tür öffnen könnte mit der man nicht rechnen kann. An der Mündung des Abschnittes sind dann Schranken, welche in meinem Fall von Motorrädern durchfahren wurden, was eine zusätzliche Gefährdung erzeugte. Diese fuhren auch nicht langsam.

Angekommen an der ersten Kreuzung, ist schon keinerlei Wegweisung vorhanden. Ob die Veloroute nun Geradeaus, in die Nebenstraße links daneben oder gar auf der kreuzenden Straße verläuft, ist nicht zu sehen. Auch in der Einfahrt auf die Chemnitzstraße ist keinerlei Velozeichen zu sehen. Nach einem kurzen Stück wird man direkt von Kopfsteinpflaster durchgeschüttelt. Des Weiteren hat man direkt mit Verkehr zu kämpfen, welcher einen an hupt und einen Teil der Straße blockiert. Anschließend wieder links, wie rechts, parkende Fahrzeuge. Hier zu erkennen, ob ein Kind nun zwischen den Autos hervorkommt, ist nicht möglich, wenn man nicht gerade Schritttempo hält. Zwischendurch kommt eine Fahrbahnverengung, so entgegenkommende Radfahrer in meinem Fall das KFZ vor mir ausbremste. Da ich die Strecke nicht kannte, habe ich erst beim Bremsen gesehen, dass sich rechts eine Rad-fuhrt über diese Verengung befindet. Im Anschluss fuhr ich wieder zwischen Autos, durch mehrere Verengungen und entgegen einer Einbahnstraße, welche allerdings für den Radverkehr in beide Richtungen zugelassen ist. Der Bodenbelag war gemischt aus rauem Asphalt und Kopfsteinpflaster.

Dann folgte ein recht schmaler und eng gezogener Radweg. Die Radstation ist mir positiv aufgefallen. Da dort nur ein Rad stand, wurde sie wohl gut genutzt. Auf dem Radweg musste ich Schritttempo fahren, da ich mit dem Lastenrad sonst nicht um die Kurve käme. Direkt hinter der Sichtkante befanden sich dann auch wartende Radfahrer. Da dort auch Stühle standen, nehme ich an, dass in der Woche dort ein Café geöffnet hat, welches sicher ordentlich Durchgangsverkehr auf der Ecke erzeugt. Hier werde ich in der Woche nochmals durchfahren und mir die Gefahren dokumentieren. Auch hier wieder keinerlei Beschilderung. Ohne Navi oder Ortskundiger zu sein, wäre es für mich unmöglich, die Route einzuhalten.

Max-Brauer-Allee

Auf der Max-Brauer-Allee sind keinerlei Radwege vorhanden. Als Erwachsener heißt es hier, auf der Fahrbahn fahren. Mit dem Verkehr, der dort herrschte, würde ich nie mit einem Kind dort fahren. Ich wurde eng überholt und das auch mit recht hohem Tempo. Ich fuhr dort 30 km/h. Kurz vor dem nächsten Straßenwechsel befuhr ich den Radweg, auch um zu schauen, ob am Schild eventuell eine Beschilderung ist. Leider war dies nicht der Fall. Der Radweg ist auch wieder recht schmal und hier fehlt es an einer Radinfrastruktur, die man als solche bezeichnen kann. An der Kreuzung ist auch wieder eine sehr enge Führung des Radweges vorhanden, welche auch eine sehr schlechte Sicht bietet. Auf der dreispurigen Fahrbahn hätte ich fahren können, allerdings würde ich dies nicht mit einem Kind tun.

Platz der Republik bis Klausstraße

Auf der Nordseite vom Platz der Republik ist technisch gesehen keine Infrastruktur. Hier reihen sich zwar ein paar Ziegel aneinander, welche eine andere Farbe aufweisen, diese sind aber so schmal und ungleichmäßig, dass sie als Radweg nicht eindeutig identifizierbar sind.

Anschließend wird man auf der Lobuschstraße auf einen Radstreifen geführt. Dieser ist sehr schmal und man sieht ihm sein Alter bereits an. Zumindest wurde man hier nicht vom KFZ noch eng überholt.

An der Kreuzung, die uns auf die Klausstraße führt, kann man schon einen Handtuch Radweg auf der rechten Seite sehen. Die Alternative ist Kopfsteinpflaster. Wer hätte auch was Anderes erwartet?

Nicht einmal die Kreuzung passiert, wird man recht eng überholt. Auf der rechten Seite nochmals der farblich abgehobene “Radweg”. Nach der Bushaltestelle hat man dann auch wieder den obligatorischen Radstreifen, welcher einen angefressen begrüßt, dieses Mal aber auch mit parkenden Autos auf der rechten Seite, was äußerst gefährlich ist. Der Radstreifen hat dabei nicht einmal die Breite, die man als Sicherheitsabstand zu parkenden Fahrzeugen halten muss. Fährt man auf diesen, wird man ebenfalls eng überholt.

Eulenstraße

Als die Eulenstraße beginnt, hatte man auf einmal einen ca. 60-80 cm breiten Sicherheitsbereich zwischen Fahrbahn und Radstreifen. Der Radstreifen wurde dann zugunsten von Parkplätzen auf einen Hochbordradweg geführt, auf dem mich auch direkt eine Mutter mit Kind begrüßte. Eine Vollbremsung später verschwand dann auch auf einmal der Radweg. Später erschien er dann wieder und präsentierte mir einen Gehweggeisteradler.

 

Bleickenallee

An der Kreuzung zur Bleickenallee war eine schon recht beschädigte Fahrradampel, die mir auffiel. Diese hatte 2 rote Verkleidungen und eine Grüne, für jeweils die Signale. Das Problem, was ich hier nur sehe ist, wenn die Sonne rauf scheint, sieht man nicht eindeutig, ob die Ampel nun Rot oder Grün ist. Auf der Bleickenallee ging es dann weiter auf einem Radstreifen, mit rechts parkenden Autos. Hier den Sicherheitsabstand einzuhalten, war unmöglich. Man wurde die gesamte Zeit schnell und eng überholt. Öffnet sich eine Tür, fährt man in eine Sackgasse. Ein absolutes No Go für eine Radinfrastruktur. Kaum erreicht man den Kreuzungsbereich, führen einen die Linien auf einen Gehweg mit “Fahrrad Frei” Verkehrszeichen. Hier heißt es dann Schrittgeschwindigkeit oder auf der Fahrbahn weiterfahren. Ich entschied mich aufgrund der Automenge, und da ich eine Fahr mit Kind simulierte, für den Gehweg, fuhr schritt und auf einmal erschien ein Radweg aus dem Nichts.

Ampel

 

Auf der Kreuzung selbst endete nach der Kreuzung der Radweg auch schon wieder und ich musste abermals auf die Fahrbahn wechseln. Und schon begrüßte mich der Kopfsteinpflaster erneut. Hier war zum Glück kein Radstreifen, sodass ich meinen Sicherheitsabstand von einem Meter einhalten konnte. Die meisten Radler, die ich dort antraf, bevorzugten den mittigen Schotterstreifen, was ich angesichts des Verkehrs, der auch am Sonntag nicht ohne war und dem Kopfsteinpflaster nicht verdenken kann.

 

Othmarscher Kirchenweg

Am Ende der Bleickenallee ging es dann in den Othmarscher Kirchenweg. Hier begrüßte mich auch direkt wieder eine schmale Straße, auf beiden Seiten zugeparkt. Auf der linken Seite standen die Autos vollends auf der Fahrbahn. Auf der rechten Seite hingegen halb auf dem Gehweg. Nur an wenigen Stellen ist so viel Platz, dass man mal eben Raum zum Manövrieren oder gar für alltägliche Probleme hat, die man gelegentlich bei Kindern mal hat. Es gibt genügend Gründe, einmal stehen zu bleiben und was zu richten oder was zu trinken. Wäre dort nicht möglich im Alltagsverkehr. Auch auf dieser engen Straße mit den engen Gehwegen fuhren die meisten Radfahrer, die ich antraf, auf dem Gehweg. Im späteren Teil der Straße wurden die Parkplätze dann auf der rechten Seite eingelassen. Das erzeugte zwar mehr Platz, allerdings wurde auf der anderen Seite ebenfalls geparkt, was nur wenig weiteren Raum zulässt. Die Straße macht eine leichte Rechtskurve. Leider kann man diese Kurve in keiner Weise einsehen, nicht einmal aus der höheren Sicht des Fahrrades, weil auf der Innenseite der Kurve die Parkplätze gesetzt wurden. Dies kann zu Problemen führen zwischen ein- und ausparkenden KFZ und Radfahrern. Wenn dann noch weitere Fahrzeuge in der Kurve parken, ist die Situation äußerst gefährlich. Ein Autofahrer, der entgegenkommen würde, sieht gar nichts, genauso umgekehrt. Aber immerhin kein Kopfsteinpflaster mehr.

Das geht dann bis zum Ende der Straße seinen Lauf. Mal parken die Autos Links, mal Rechts. Ein Slalom folgt dem nächsten. Auf dem Weg habe ich Eltern getroffen, die mit ihren Kindern auf dem Gehweg fahren, sogar mit Lastenrad. Bei einem Gehweg, der nur 3 Gehwegplatten breit ist, eher suboptimal.

 

Zwischenstopp A7 Überführung

Am Ende des Kirchenwegs folgt ein kurzes Verkehrszeichen Mikado und man wird mir einer Wiese entlohnt. Aber auch hier gilt, Vorsicht, da es sich um einen gemeinsamen Geh- Radweg handelt. Hinter der Überführung lassen die parkenden Autos dann auch nicht auf sich warten.

Emkendorfstraße bis Jungmannstraße

Die Emkendorfstraße fiel sofort durch die häufigen Schlaglöcher auf. Aber auch die Verkehrsberuhigung ist ein wenig aufgefallen. Ansonsten gleiches Bild, wie bisher. Parkende Autos Links und Rechts, eng überholende Autos, leider nach wie vor nicht Kinderfreundlich.

Auf die Reventlowstraße kam ich erst gar nicht. Es war recht schwer, in den Verkehr rein zu kommen, da die Autos recht schnell fuhren. Nach dem Einfädeln musste ich mit über 30 km/h im Verkehr fahren. Mit Kind wäre dies absolut unmöglich. Wie sollen dies Senioren ohne E-Motor oder aber Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen schaffen? Einen Radweg gibt es nicht. Bis zur Jungmannstraße eine Katastrophe, wenn ich hier mit meinem Kind fahren müsse, um es zur Schule zu bringen, bevor ich zur Arbeit fahre.

In der Jungmannstraße angekommen, sind die Verengungen immer wieder aufgefallen. Diese machen ein schnelles Fahren mit dem Auto unmöglich, was auch gut ist.

Off Topic: Was mich nur sehr wundert ist, warum so viele Autos auf der Fahrbahn parken. Laut Baurecht war es doch so, dass jedes Wohnelement einen Parkplatz vorweisen muss? Wieso parken dann so viele Autos in einer Straße, welche Einfamilienhäuser hat?

Auch hier sind ein paar Schlaglöcher, die man aber problemlos umfahren konnte. Hier merkte man auch, dass sich die Verkehrsdichte etwas verringerte.

Parkstraße bis Manteuffelstraße

Die Parkstraße war unaufffällig, während die Otto-Ernst-Straße wieder zugeparkt wurde. Den Senior, den ich auf dem Weg antraf, schlängelte sich, soweit rechts wie möglich, an Autos vorbei und fuhr dann fast am Kantstein. Der Belag war ein etwas in die Jahre gekommener Asphalt, welcher aber keine oder wenig Löcher aufwies. Eine Verkehrsberuhigung gab es hier nicht und die Trendpanzer fahren hier in großer Anzahl. Leider waren hier auch viele nicht Imstande, das Lenkrad zu bewegen. Durch das Parken links und rechts wurde die Fahrt, wie auch in allen anderen Straßen, die so zugeparkt wurden, stark eingeschränkt. Zudem erschwerten KFZ seitig uneinsichtiges Verhalten zu gefährlichen Fahrmanövern, die im Alltag auf die Dauer sehr stressen könnten. Dies setzte sich auch im Ohnsorgweg und in der Jürgensallee fort.

In der Jürgensallee kamen mir dann auch eine Mutter mit Anhänger und Kind zusätzlich auf dem Fahrrad entgegen. Das Kind fuhr sehr dicht an den parkenden Autos. Die Mutter weiter links, um das Kind zu schützen. Direkt dahinter, ohne Sicherheitsabstand, ein Auto. Diese Situationen in so engen Straßen im Alltag zu erleben, schreckt viele ab, überhaupt auf das Fahrrad umzusteigen. Wer möchte schon zwischen Blechlawinen fahren, wo jederzeit eine Gefahr entstehen kann durch Dooring, Ausfahrten, rücksichtslose Fahrer? Gerade Eltern stellen sich diese Fragen.

Im zweiten Teil der Jürgensallee war dann wieder Kopfsteinpflaster, welcher allerdings nicht so rau war, wie die zuvor. Er ließ sich fast geschmeidig fahren.

Allgemein ändert sich nicht viel bis zur Elbschaussee. Es wird von der Wegfindung noch unübersichtlicher und sehr kurvig. Man muss sehr oft abbiegen und wird hin und her geführt.

An der Elbchaussee selbst begrüßen einen dann nicht mehr funktionierende Bettelampeln. Zum Glück schalten diese nun selbst. Auf der Kreuzung sind wenige Sichteinschränkungen und die Wegführung wird hier mit Hochbordradwegen geführt. Besser wäre hier eine gesonderte Ampel und ein direkter Übergang für die Veloroute. Dies würde den Umweg über 2 Ampeln verkürzen.

Mühlenberg bis Sülldorfer Landstraße

Auf dem Mühlenberg befinden wir uns nur kurz, biegen dann auf die Gatgensstraße ab. Diese sind wieder zugeparkt und im letzten Abschnitt ist wieder Kopfsteinpflaster vorhanden. Dort werden wir dann auch wieder kurz über die Elbchaussee geführt. Warum man nicht direkt auf der Elbchaussee ab der oben genannten Kreuzung geführt wird, ist mir ein Rätsel. Man hätte eine Ampelphase sparen können und wäre schneller gewesen, wenn man im Anschluss auf die Dockenhudener Straße geführt worden wäre. Den Umweg kann ich nicht nachvollziehen. Dies würde zwar mehr Verkehr bedeuten, allerdings könnte man dort wesentlich schneller vorbei kommen und ordentliche Infrastruktur umsetzen.

Am Sülldorfer Kirchenweg angekommen, fädle ich mich wieder in stärkeren Verkehr ein und werde direkt im Anschluss von 2 Autos dicht überholt. Es geht auch direkt wieder Bergauf und entgegenkommende Fahrzeuge achten nicht auf mich und fahren dicht an mir vorbei.

Der gesamte Abschnitt wäre mit Kindern kaum befahrbar. Es geht ein ganzes Stück recht steil bergauf und dementsprechend wäre das Tempo mit einem Kind und ohne Motor recht bescheiden. Ich wurde hier zwar nicht überholt, aber auch nur, weil ich viel Abstand hielt und auf der nachfolgenden Bergab Passage über 40 km/h draufhatte. Nicht einmal unten angekommen, musste ich auch schon voll in die Eisen gehen, um ab zu biegen. Ich war mir in dem Teil sehr unsicher, ob ich nicht gleich überholt werde und ein Linksabbiegen ist da immer eine recht heikle Sache für nicht erfahrene Radfahrer.

Am Eichengrund war es dann schlagartig recht angenehm. Der Bodenbelag war zwar nicht der Hit, aber immerhin kein Kopfsteinpflaster. Parkende Autos waren nur spärlich vorhanden.

Die Bügel an einem bestimmten Stück sind nicht sehr angenehm und recht schmal. Mit einem Anhänger hätte man wohl absteigen müssen und recht kompliziert rangieren müssen. Mit meinem Lastenrad musste ich ebenso absteigen.

Umlaufsperre 1

Am zweiten Bügel hat man als Dankeschön noch einen nicht abgesenkten Kantstein, wenn man mit dem Lastenrad die Kurve nicht bekommt.

Umlaufsperre 2

Vom “Am Sorgfeld” bis zur Sülldorfer Landstraße waren die Straßen dann wieder zugeparkt. Auch sind die Kreuzungen schlecht einsehbar und mir wurde des Öfteren die Vorfahrt genommen. Hinter Kurven standen direkt wieder Autos, was es unmöglich machte, sicher entgegenkommenden Verkehr zu sehen.

An der Sülldorfer Landstraße war dann ein Zwei Richtungsradweg. Dieser war recht neu und leider schon zu schmal. Ob dieser für die alltägliche Menge an Radfahrer hier ausreicht, kann ich aber nicht beurteilen. Am Ende erwartet einen dann ein gemeinsamer Geh- und Radweg, der zeitgleich verengt wird. Am Ende erwartet einem eine Auf und Abfahrt vom und zum Radweg und die Fußgänger müssen links den Verkehr kreuzen, sollten sie auf der rechten Seite gegangen sein.

 

Auf der Alten Sülldorfer Landstraße, welchen den Namen aufgrund ihres Belages verdient, geht es dann weiter bis zum Klövensteenweg. Dieser hat neben der Fahrbahn einen Hochbordradweg.  Dieser wird dann über die Brücke auf den Gehweg geführt und endet dort. Auf der anderen Seite ist ein abgesenkter Bordstein, aber keine Radwegführung. Links geht es dann weiter.

 

Letzter Abschnitt – Hinter der Bahn und Rheingoldweg

Der 2 Richtungsradweg hinter der Bahn könnte ein toller Radweg sein, wenn er dann auch regelmäßig gesäubert wird. Blätter, Äste, Nadeln, Schmutz und teils auch Müll Zierden den Weg. In meinem Fall schien die Sonne. Hätten wir dort tagelang Regen, würde sich das Ganze zu einem matschigen und rutschigen Brei verwandeln. Ob hier im Winter geräumt wird, kann ich nicht beurteilen, kann aber aus Erfahrung in Hamburg sagen, dass nur in seltenen Fällen wirklich geräumt wird.

Bänke ungünstig aufgestellt

Eine kleine Nebenbemerkung. Was ich ebenso nicht verstanden habe ist, warum man den Gehweg links anlegt, dann aber rechts Bänke hinstellt. Der Fußgänger muss jedes Mal den Radweg kreuzen. Wenn man Kinder dabeihat, können diese dort nicht mal spielen, ohne den Radweg zu kreuzen. Kinder spielen gerne und laufen auch gerne um Bänke herum.

Konsequent war der Bau leider auch nicht. Kaum kommt ein Hindernis, wird der Radweg auf einen gemeinsamen Weg geändert und verengt, gerade dort, wo es nicht optimal ist.

Am Bahnhof sind hier links Stellplätze. Manche Räder stehen dort wohl schon sehr lange, haben Platten oder wurden teilweise bestohlen. Reifen oder andere Einzelteile fehlen.

Am Ende des Abschnittes begrüßt mich dann ein Vorfahrt gewähren Schild. Durch die fehlende Sicht, die ich dort habe, muss ich stehenbleiben oder gar sehr langsam fahren, da ich sonst von rechts kommenden Verkehr nicht sehen kann. Absolut unpraktisch.

Das gleiche haben wir am Ende des zweiten Abschnittes auch noch mal, nur wesentlich übersichtlicher.

Der Rheingoldweg ist dann recht schmal und wenig beparkt. Dennoch wurde hier direkt ein Radfahrer gefährlich nahe überholt und der Gegenverkehr (mich) kaum beachtet. Der letzte Teil ist dann wieder Fahrradstraße. Warum man dies nicht bis zu “Hinter der Bahn” durchgezogen hat, verstehe ich da nicht. Dort befinden sich dann auch Verengungen, welche eine minimale Erhöhung der Fahrbahn haben. Diese sind so flach, dass dies wohl keinerlei Einfluss auf die Geschwindigkeit haben wird, die dort gefahren wird.

 

Fazit

Es gibt noch sehr viel zu tun. Als Veloroute würde ich den Großteil nicht bezeichnen. Es gibt zu viele Umwege. Auch ist der Belag vielerorts sehr unbeständig und schlecht. Hinzu kommt, dass die Straßen stark zugeparkt sind und so ein sicheres vorankommen mit Kindern als Beispiel im Alltag sehr schwer wird. Ich bin nun an einem Sonntag gefahren und ich kann mir vorstellen, dass in der Woche dort viel mehr Verkehr vorhanden ist, gerade auf KFZ Seite. Als Angenehm konnte ich den Großteil nicht bezeichnen und genau das sollte eine Veloroute sein.

Auch fehlte mir die gesamte Strecke eine Ausschilderung. Da Hamburg diese Route als Veloroute bezeichnet und ausweist, ist eine ausgiebige Beschilderung ein Muss. Ich habe lediglich ein einziges Mal an den schildern eine “1” für Veloroute 1 gesehen, beim Fahren und im Bildmaterial ebenso.

Zitat aus dem Wiki

“Als Veloroute werden zumeist innerstädtische Radrouten bezeichnet. Sie verzahnen sich in vielen Städten zu einem gut ausgeschilderten Wegenetz für den unmotorisierten Verkehr.”

“In Hamburg werden seit dem Veloroutenkonzept Ende der 1990er Jahre Velorouten als stadtweite Hauptrouten für den Alltags-Radverkehr geplant und ausgebaut.[1] Sie werden dort unterschieden von Freizeitrouten und Radfernwegen, die auf kurzen Abschnitten durchaus die gleiche Streckenführung haben können. In der Fahrrad-Wegweisung werden sie durch andersfarbige Nummern von den Freizeitrouten unterschieden.”

” Im Falle bergiger Topografie sollten Velorouten so angelegt werden, dass Steigungen für Radfahrer optimal verteilt sind. Nicht zuletzt sind Führungen an Kreuzungen wichtig, die die Auto-Geschwindigkeiten verringern (geometrische Gestaltung), für Radfahrer aber Zeitverluste, Umwege und häufiges Richtungswechseln vermeiden (keine Zickzackführung) und Staubereiche des Autoverkehrs umfahren oder besser verlegen.”

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