Critical Blog #1 (August 2016)


Da wir ja nun regelmäßig mitfahren und auch ein Soundbike haben, dachte ich mir, wir könnten ein wenig darüber schreiben.

Die Critical Mass August war mal wieder der Hammer. Die Woche versprach gutes Wetter und den gesamten Freitag war es schön warm und angenehm Sonnig.

 

Planung und Anfahrt

Die Planung wurde etwas chaotisch, da mein Rad leider in der Werkstatt ist und ich deshalb mit dem Rennrad fahren musste. Dennoch wollte ich mein Soundbike dabei haben. Da musste meine Freundin mit ihrem Pedelec hinhalten und das hat am Donnerstag, einer kleinen Testfahrt, wunderbar funktioniert. Also ging es los. Nach der Arbeit schnell heim, Rennrad und Anhänger aus dem Keller gefischt und hinter das Pedelec geschnallt. Meine Freundin wartete am CM Treffpunkt, dieses mal Dammtor, und ich fuhr mit ihrem Pedelec, den Anhänger und das Rennrad oben drauf geschnallt Richtung Dammtor. Auf dem Weg beschallte ich schon meine Umgebung und Mitfahrer waren schnell hinter mir und genossen die Musik.

 

Geschossen von Malte (criticalmass.in) Vielen Dank dafür

Ankunft an der Moorweide

Kaum angekommen, sah ich schon die eine oder andere kleine Radgruppe. Schnell wurde mir zugewunken und ich wurde herzlich begrüßt. Nach einem kurzen Talk bin ich dann zu einem Freund, der das erste mal mitgefahren ist, den Tobi. Mit seinem Rennrad begrüßte er mich, neben ihm der Malte mit der Kamera. Ich packte erstmal alles aus und bearbeitete mein Soundbike. Dieses mal fuhr ja meine Freundin Valeska. Ich wollte ihr aber nicht noch zutrauen, neben der Fahrt die Musiklist zu managen und den Equalizer sowie Lautstärke auf die jeweilige Situation anzupassen. Sie sollte fahren und das konnten wir auch umsetzen. Die Wiese wurde langsam so richtig voll und der eine oder andere Soundbiker gesellte sich dazu. Überall hörte und sah man nun lächelnde Gesichter, Gespräche und Musik. Die Stimmung war schon vor Beginn mehr als entspannt und sehr positiv. Das schöne bei der Critical Mass ist, dass jeder mit jedem reden kann. Man spricht sich einfach an. Es gibt keinerlei Hemmungen oder Zankereien. Es ist schön, denn so lernt man immer neue Menschen kennen und erhält ganz neue Eindrücke über Mitfahrer.

Kurz vor Start kam dann noch meine liebe Lynn, die ebenfalls das erste mal mitfährt dazu mit ihrem kleinen bunten Rad und so waren wir vollständig. Bis zum Start gab es noch ein paar Begrüßungen und Umarmungen.

 

Die Fahrt geht los

Auf einmal vernahmen wir ein Aufschrei der Klingeln um uns und ich sah zur Straße: Es geht los! Die Masse setzte sich in Bewegung und wir schlossen uns schnell einer kleinen Gruppe vor uns an, um mit dem Soundbike problemlos durch die Menge zu kommen. Kaum auf der Straße angekommen, wurde direkt nach Musik gerufen und die Playlist begann mit ruhigen Songs als Statement und Gedenken an die Polizisten, die leider gestorben sind und uns sicherlich schon einmal begleitet haben. Auch wenn dies nicht alle tun, finde ich die Arbeit der Polizei in Bezug auf die Hamburger CM klasse. Sie sind zur Stelle wenn man sie braucht und machen einen guten Job.

Die Fahrt verläuft weitestgehend sehr entspannt. Die Musik läuft langsam vor sich hin, genauso wie die Masse, die gemütlich auf der Straße voranrollt und die beiden neuen sind begeistert und finden die Stimmung super. Schon während der ersten Minuten wurde mir gesagt, dass man gerne wieder mitkommt. Nun muss nur noch der Gedanke an bessere Verhältnisse auf der Straße geweckt werden.

Ich fuhr meistens hinter dem Soundbike und beobachtete, wie meine Freundin den Hänger zog, ob die Räder in Ordnung sind und organisierte die Musik. Wunschsongs wurden gespielt und ich hoffe, jeder konnte seinen Wunschsong hören. Leider ist es ja nicht so einfach, uns dort zu finden, gerade bei der Menge und Länge der CM. Allerdings wurde ich von einigen angesprochen und aufgrund des Anhängers gefunden. Es folgten nette kleine Gespräche. Auf der Strecke sah ich auch eines der Lastenbikes von der Norderstedter Aktion. Schön, die Norderstedter auch auf der Hamburger CM zu sehen. Ich hatte auf der Sternenfahrt im Zwischenstop in Norderstedt von der Aktion, Lastenräder und Co. zu Verfügung zu stellen, gehört und war begeistert. Ich finde es gut, dass Städte sowas unterstützen und den Bewohnern die Chance geben, solche Räder auszuprobieren und zu leihen.

20 Uhr, so langsam wird es dunkler. Nach und nach schaltete jeder sein Licht ein und das Soundbike konnte das erste mal auf einer CM sein Licht zeigen 😀 Und es war Geil! Ich war selbst sehr zufrieden, auch wenn es noch ein Prototyp ist. Die Musik ging langsam in Richtung Trance, Techno und Hardstyle und sollte seinen Höhepunkt in einem Wunschsong finden.

 

In Winterhude kam es dann leider zu einem Unfall, wo 2 Mitfahrer verletzt wurden. Wir haben nicht so viel mitbekommen, sind aber weiträumig ausgewichen und weitergefahren, da Polizei und Hilfe bereits vor Ort waren. Ein paar Teilnehmer haben eine Absperrung gebildet, was ich sehr gut fand. Mehr konnte und wollte ich auch nicht beobachten. Ich wünsche den Verletzten gute Besserung und hoffe, es ist soweit alles in Ordnung.

Die Mitfahrer, die Musik wollten, schlossen schnell auf und Lücken bildeten sich bei uns kaum, außer wenn meine Freundin anfing zu trödeln. Keiner wollte das Soundbike überholen, alle wollten Musik. Also Valeska. Gas und ab nach vorne! In Barmbek angekommen, wollte meine Gruppe einen Zwischenstopp auf einer Tanke einlegen, um dem Geschäft zu frönen und vielleicht kurz was zu Trinken zu holen. Dies wurde auch getan. Direkt wurde ich von ein paar Mitfahrern, die eine kleine Pause machten wie wir, nach Werkzeug gefragt. Damit konnte ich dienen, war mein Anhänger voll davon. Sie bedankten sich und wir unterhielten uns noch kurz. Kurz darauf kamen die Damen wieder.

Ich wartete bei den Rädern und bemerkte einen Ausfall meines Brüllwürfels. Wie sollte ich diesen auch nicht bemerkt haben: Die Musik war weg! Leider konnte ich dies auch nicht auf die Schnelle beheben, wodurch die Tour leider für die Musik vorbei war. So besprachen wir die Lage. Der Akkustand des Pedelecs war sehr niedrig und wir hatten den Schlüssel nicht mit. Weit würde sie mit ihrem Bike so nicht mehr kommen, sind aber noch weiter mitgefahren Richtung Innenstadt. Tobi hatte sich an der Tankstelle von uns getrennt, da er direkt um die Ecke wohnte. Am der Alster verabschiedeten wir uns dann von der Mass und fuhren mit Lynn zum Hauptbahnhof, wo wir sie absetzten und heim fuhren. So war die Mass für uns leider schon um 22 Uhr vorbei.

 


Zählung

Der liebe Falko hat für uns mal wieder die Anzahl der CM Fahrer gezählt. Dieses mal stand er am Heinrich-Hertz-Turm und zählte dort sagenhafte 5159 Fahrer. Leider noch nicht der Rekord aber wow. Wir sind echt viele!!!

 

Abschluss

Leider konnten wir nicht die ganze Mass mitmachen, da wir technische Probleme hatten. Einerseits viel das Soundbike auf der Tankstelle aus, andererseits hatten wir versäumt, den Schlüssel für den Akku des Pedelecs mitzunehmen und der Akku war schon fast leer. So mussten wir um 21:30 an der Tankstelle in Barmbek abbrechen und heimfahren. Das letzte Stück musste ich mit meiner Freundin das Rad tauschen, da sie den Hänger ohne Motor nicht ziehen kann.

Dennoch sind wir im September, hoffentlich wieder mit meinem Baby (Fahrrad) dabei und dann auch die ganze Mass!!!

RIDE YOUR BIKE

 

Links zu Galerien und Videos

Geschossen von Malte (criticalmass.in) Vielen Dank dafür

 

Geschossen von Malte (criticalmass.in) Vielen Dank dafür

 


 

 

 


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Über Alex

Als jahrelanger Leiter und Anführer der Community, ist Alex die Kernfigur, die das Projekt antreibt. Er organisiert Meetings, entwickelt Lösungen, die für die Communitymitglieder von Nutzen sein können und ist ein gern gesehener Gast bei Partnern. Er nimmt sich allen Problemen an und versucht es stets jedem Recht zu machen.

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