Testbericht: Corsair Gaming H2100 Wireless Dolby 7.1 Gaming Headset 2


Ich habe hier ein stolzes Stück Hardware, was ich euch vorstellen möchte. Ich durfte das Kabellose Headset von Corsair testen, was nun mein zweites Headset neben den Logitech G930 ist.

Verpackung und Design

 

Die Verpackung ist, wie man sie von fast jedem Headset kennt, aus Plastik und Pappe. Im Lieferumfang finden wir das Headset selbst in Folie verpackt, ein USB Dongle für den PC, ein USB Verlängerungskabel für den Dongle, damit dieser frei Aufstellbar ist, ein 1,5 m USB Ladekabel, Kurzanleitung, Sicherheitshinweise und eine Garantiekarte.

Leider war keine CD vorhanden, die z.B. die Software beinhalten würde. Diese musste ich mir aus dem Internet laden, was für den einen oder anderen mit wenig oder keiner vorhandenen Internetleitung schlichtweg unmöglich bis schwer sein wird.

 

Das Headset macht einen äußerst robusten Eindruck. Es ist schwarz, mit gelben Akzenten und einem Grauen Logo auf den Bügel-Enden. Auf der linken Seite ist das Mikrofon befestigt, welches sich hochklappen lässt und somit gemutet wird. Zudem ist links ein Schalter zum An und Ausschalten. Darunter befindet sich eine blaue Signalleuchte. Unter diesem befindet sich zuletzt der Lautstärkeregler, den ich bis heute sehr lieb gewonnen habe.

Die Polster sind aus Stoff, sowie auch die Bügel-Polsterung. Die Hörer sind drehbar und das Headset an sich lässt sich gut bewegen, ohne dass irgendwas knarzt oder knackt. Im Allgemeinen wirkt alles sehr Wertig und gut verarbeitet.

 

Technische Daten

Kopfhörer

Frequenzbereich: 40 Hz – 20 kHz 5/ -5 dB, -10 dB @ 35 Hz

Impendanz: 32 Ohms @ 1 kHz

Anschluss: Wireless

 

Mikrofon

Typ: Unidirectional Noise-Cancelling Condenser

Impendanz: 2,2K Ohms

Frequenzbereich: 100 Hz @ 10 kHz

Sensibilität: -37 dB (+/- 3 dB)

 

Akkulaufzeit

Der Hersteller gibt bei diesem Headset eine Akkulaufzeit von 10 Stunden an. Ich kann diese bestätigen und habe mit meinem Headset sogar eine höhere Laufzeit von ganzen 14 Stunden gemessen. Dies ist mehr als zufriedenstellend. Im Vergleich hat mein Logitech G930 nur 9 Stunden Laufzeit, was eine Stunde weniger ist, als Angegeben. Ist der Akku fast leer, fängt das Headset leise an, in regelmäßigen Abständen zu piepen.

 

Klang

Als ich das Headset angeschlossen hatte, wurde ein Standard Treiber installiert und ich konnte das Headset auf Stereobasis verwenden. Dies hörte sich schon ganz nett an, war aber nicht besonders. Dies änderte sich schlagartig mit dem Treiber. Als dieser installiert war, wurde das Klangbild aufgrund der verwendeten Presets (Audioequalizer) und der 7.1 Virtualisierung das Klangbild sehr klar und das anhören von Musik, Filmen und Spielen wurde genial und vielseitig. Generell kann ich sagen, dass sich das Headset sehr gut anpassen lässt. Ob man nun auf weniger oder mehr Bass steht, lässt sich einfach und schnell konfigurieren und speichern.

Musik

Abhängig vom Musikplayer, in meinem Fall war es Aimp, hat man mehrere Möglichkeiten. Standardmäßig wird Musik aber über Stereo ausgegeben. Der Klang ist sehr klar und ich habe kein Kratzen oder dumpfe Geräusche feststellen können. Je nach Musik, kann man das Headset an die gegebenen Umstände anpassen. Die Audiophilie 1 und 2 Presets, die im Treiber vordefiniert sind, eignen sich meiner Meinung nach mehr für Elektronische Musik. Rock, Metal und anderes ist da nicht so der Hit. Schnell habe ich mir allerdings ein eigenes Preset zusammengestellt und kann nun jede Musik einwandfrei hören. Das Klangbild kommt sogar an meine Reloop Kopfhörer sowie nahe an meine Bayerdynamics DT 990 ran. Dies erfordert aber viel Feintuning, um genau das Klangbild zu erreichen, was nicht mein Ziel war.

Filme

Filme mit Surround Sound sind der absolute Knaller. Die Musik im Hintergrund klingt klar, Stimmen und Effekte werden im Raum richtig erzeugt und es entwickelt sich ein sehr rundes Surround Ergebnis. Ich schaue sehr gerne Filme mit diesen Kopfhörern und es ist auch keine weitere Einstellung von Nöten.

Spiele

Hier spielt das Headset vollends seine Stärken aus. Durch den Surround Sound lassen sich Gegner in Shootern und anderen Spielen gezielt orten. Auch ist das Klangbild hier, wie schon in den anderen Rubriken 1A und Spiele wie Batman, die eine effektvolle und Szenen abhängige Kulisse bieten, sehr rein und von blechernen Sound befreit. Explosionen krachen durch die Ohren, leise Geräusche, Hintergrundmusik und Wind hören sich sehr natürlich an.

Hinweis: Das Klangbild ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, da jedes Ohr einzigartig ist. Dementsprechend kann ich nur von meinen subjektiven Erfahrungen mit dem Klangbild der Kopfhörer und meiner bisherigen Erfahrung im Musikbereich ausgehen. 

 

Software

Corsair Headset Software

Die Installation der Software ist kinderleicht. Im Anschluss ist zu empfehlen, den PC einmal neu zu starten. Nach dem Neustart startet die Software mit dem Bootvorgang und ist unten im Tray durch das Corsair Logo zu erkennen.

Diese geöffnet, hat man oben Links einen Powerbutton. An diesem kann man erkennen, ob das Headset aktiv und verbunden ist. Darunter sind Signalanzeigen für die Surround Optionen, die nur leuchten, wenn das Headset auf 7.1 eingestellt ist. Die Einstellung von 7.1, Stereo und anderem ist Rechts daneben im Reiter “Surround”. Dort kann man den Source Type festlegen. Daneben sieht man, welche Kanäle aktuell angesprochen werden. So kann man beispielsweise erkennen, ob ein Spiel oder ein Audio/Video-Player richtig oder nicht richtig eingestellt sind.

Unten Links sind die Lautstärke Regler und ein Mikrofon Check. Die Regler sind mit den Lautstärkemixern gleichzusetzen. Da ich beim Mikrofon bei 100% ein leichtes Rauschen beim Sprechen hatte, hab ich es auf 85% gesetzt. So war das Rauschen weg. Dieses Rauschen hatte ich ebenso beim Logitech und bei Kabelgebundenen, die zu hoch eingestellt waren.

Der Mikrofon Check bietet sich dazu sehr gut an, da man sich selbst beim Sprechen hören kann. So kann man das Mikro optimal einstellen oder man fragt einen Gegenüber.

Im letzten Bereich, unten Rechts, ist der Equalizer, von dem ich schon beim Klang sprach. Dieser hat mehrere Presets, im Bild Profile genannt. Dort kann man das Headset auf die eigenen Wünsche und Vorlieben anpassen, was aufgrund der Klangvielfalt des Headsets selbst, viel Spaß macht und auch viel bewirkt.

Die Software hatte in keinem Fall einen Ausfall, noch einen Absturz.

 

Komfort

Der Komfort ist 1A. Das Headset drücke nie und war auch nach mehreren Stunden einwandfrei Tragbar. Nur in wärmeren Räumen (Besuch bei meiner Familie), fing man hier und da an unter den Stoffpolsterung zu schwitzen. Dies trat bei mir nur selten auf und war nicht unangenehm. Eine kleine Pause und schon konnte es weitergehen. Brillenträgern empfehle ich, das Headset vorher einmal zu tragen. Auch wenn die Polster sehr weich sind, könnte es hier und da zu Spannungen mit den Bügeln kommen.

 

Mängel oder Verbesserungsvorschläge

Mängel sind mir in keiner Weise aufgefallen. Verbesserungsvorschläge habe ich einen. Wenn der Akku schwach wird, piept das Headset in regelmäßigen Abständen. Ich würde mir wünschen, dass das Headset, wenn es an ein kritisches Ende kommt, mehrmals piept und nicht nur ein Signal abgibt. So weißt man besser, wann man nun wirklich das Headset anschließen sollte.

 

Fazit

Kommen wir zum Abschluss. Das Corsair Headset hat bei mir einen super Eindruck geschunden. Nicht nur, dass der Akku länger hält als angegeben, ist das Klangbild mehr als überraschend gewesen. Mit anfänglicher Skepsis testete ich dieses Headset und hatte auch keinerlei Erwartungen in Bezug auf Wireless Headsets, da ich das Logitech nicht so gut fand. Ich habe mich aber geirrt. Das Corsair hat einen sehr klaren und satten Sound. Bässe kommen durch, wie bei kabel gebundenen Headsets und man könnte denken, es wäre keins. Ich bin super mit diesem Gerät zufrieden und möchte es nicht mehr missen. Die Bewegungsfreiheit unterstützt mein Fazit, da ich mich nun auch mal in einen anderen Raum bewegen kann, ohne die Musik, ein Gespräch im Teamspeak oder so abzusetzen. Ich kann mich beim Unterhalten und Telefonieren bewegen, was ich immer tue. Von mir erhält das Headset 10 von 10 Punkte.

 

Quellen

Bildmaterial: Eigene Fotos und Bilder von der Corsair Seite.


Profilbild von Alex

Über Alex

Als jahrelanger Leiter und Anführer der Community, ist Alex die Kernfigur, die das Projekt antreibt. Er organisiert Meetings, entwickelt Lösungen, die für die Communitymitglieder von Nutzen sein können und ist ein gern gesehener Gast bei Partnern. Er nimmt sich allen Problemen an und versucht es stets jedem Recht zu machen.


Kommentar verfassen

2 Gedanken zu “Testbericht: Corsair Gaming H2100 Wireless Dolby 7.1 Gaming Headset

  • Profilbild von Valeshi
    Valeshi

    Weiterer Kritikpunkt, selbst auf normaler Lautstärke können Außenstehende alles mithören. Sobald man mal die Musik lauter dreht macht es keinen Spaß mehr neben der Person was anderes mit Ton hören zu wollen, da man jedes Wort mit versteht. Ansonsten wie schon erwähnt kann es gerne bei Brillenträgern drücken und ist bei kleinen Köpfen schwer passend einzustellen.

    • Profilbild von Alex
      Alex Autor des Beitrags

      Erster Kritikpunkt erklärt sich schon von selbst durch die Stoffpolsterung am Ohr. Da ist es logisch, dass diese Geräusche nach außen dringen lässt.